Schweiz und Tschechien teilen sich die Punkte

WM in Göteborg 

Die Schweizer Unihockey-Nati muss sich im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Tschechien mit einem 2:2-Untentschieden begnügen. Damit spielen die beiden Erzrivalen am Dienstag im Fernduell um den Gruppensieg.

Die Schweiz und Tschechien trennen sich 2:2.
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Die Schweiz und Tschechien trennen sich 2:2.

© Fabian Trees

Die letzten Minuten des ersten Drittels verliefen für die Schweiz verheissungsvoll. Christoph Hofbauer mit Ablauf der Strafe gegen einen Tschechen und Nico Scalvinoni im Powerplay schossen die Eidgenossen in der 17. bzw. 20. Minute mit 2:0 in Front. Doch kaum war der Jubel verstummt, kreuzten sich die Arme des Schiedsrichters – Penalty! Jiri Curney liess sich nicht zweimal bitten und verwertete souverän. Der ansonsten einwandfrei aufspielende Schweizer Torhüter Pascal Meier konnte nichts ausrichten.

Der weitere Spielverlauf gestaltete sich wie erwartet: Die beiden Teams schenkten sich nichts. Fast sah es bereits danach aus, als ob die Schweizer den Vorsprung aus dem ersten Drittel über die Runden bringen würden, als Matej Jendrisak in der 57. Minute der 2:2-Ausgleich gelang.

„Es hat immerhin für ein Unentschieden gereicht. Aber zufrieden sind wir natürlich nicht, vor allem, weil wir das 2:2 relativ spät bekommen haben“, sagt Torschütze Christoph Hofbauer nach der Partie. „Ich habe auch das Gefühl, das die Tschechen etwas mehr Chancen hatten und uns schliesslich Torhüter Pascal Meier das Unentschieden gesichert hat.“ Deshalb gelte es darüber nachzudenken, was am eigenen Spiel verbessert werden könne.

Fernduell um den Gruppensieg

Dank besserem Torverhältnis führt die Schweiz trotz Unentschieden die Tabelle der Gruppe B vor Tschechien an. Damit kommt es morgen Dienstag zum Fernduell der Erzrivalen um den Gruppensieg. Die Schweizer treffen auf Norwegen, das bisher den Tschechen das Leben schwer machte (6:7) und Estland bezwang (4:2). Tschechien spielt gegen punktlosen Tabellenletzten Estland. Doch auch die Norweger, die mit zwei Punkten auf Rang drei liegen, dürfen sich noch Hoffnungen auf die ersten beiden Plätze und die damit verbundene direkte Viertelfinalqualifikation machen. Für die Schweizer heisst es deshalb: verlieren verboten. Ansonsten droht ein Umweg über die Playoffs.

„Wir müssen bereit sein. Wir haben schon oft gegen Norwegen gespielt und wissen, dass sie eine gute Offensive haben und sehr konterstark sind. Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Hofbauer. „Ausserdem müssen wir beim Spiel mit dem Ball noch etwas bessere Lösungen finden, daran müssen wir arbeiten.“


Tschechien – Schweiz 2:2 (1:2, 0:0, 0:1)

Göteborg, Scandinavium. 2413 Zuschauer. SR Skoog/Hamberg (SWE).

Tore: 17. C. Hofbauer (Antener) 0:1. 20. Scalvinoni (Meier) 0:2. 20. Curney 1:2 (Penalty). 57. Jendrisak 2:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Tschechien, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Tschechien: Kafka; Podhrasky, Deutsch; Suchanek, Veltsmid; Sykora, Jelinek; Hermansky; Natov, Jendrisak, Curney; Sladky, Tomasik, Tokos; Ondrusek, Mikes, Doza; Zozulak, Fridrich.

Schweiz: Meier; Kuchen, Gerber; Friolet, Stucki; Schmocker, Meier; Bolliger, Graf; Scalvinoni, M. Hofbauer, Fankhauser; Antener, C. Hofbauer, Engel; Mendelin, Zürcher, Zimmermann; Maurer.


Interview mit Christoph Hofbauer


Die Bilder zum Spiel


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