Sicherer Schweizer Sieg zum Auftakt

WM in Göteborg 

Die Schweizer Unihockey-Nationalmannschaft überzeugt in ihrem ersten WM-Spiel gegen Estland mit einem 7:3-Sieg. Bereits am Montag kommt es zum Duell mit Tschechien.

Die Schweizer (hier Simon Stucki) bejubeln ihren ersten Sieg an der WM in Göteborg.
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Die Schweizer (hier Simon Stucki) bejubeln ihren ersten Sieg an der WM in Göteborg.

© Raphael Studer

Ein Doppelschlag in der zweiten Minute lenkte das Schweizer Spiel früh in die richtigen Bahnen. Cristoph Hofbauer und Michael Zürcher waren für die 2:0-Führung besorgt, Simon Stucki erhöhte noch vor der Pausensirene auf 3:0. Kurz nach Spielmitte war es Torjäger Nico Scalvinoni, der von einem Fehlpass der Esten profitierte, zuerst scheiterte und dann doch noch den Ball herrlich in den Maschen versenkte. Eine knappe halbe Minute später sorgte WM-Debütant Manuel Maurer für Aufsehen, als er in seinem ersten Einsatz überhaupt (!) volley auf 5:0 erhöhte, bevor Teamkollege Kaspar Schmocker für das 6:0 besorgt war.

In der 38. Minute kamen dann die Esten zu ihrem grossen Moment. Mit Nico Scalvinoni und Michael Zürcher sassen zwei Schweizer auf der Strafbank. Estland-Coach Argo Kungla nahm sein Time-out und fand offensichtlich die richtigen Worte. Nur sechs Sekunden nach Wiederanpfiff netzte Mats Tamme auf Pass von Jonas Thomsson ein. Im Schlussabschnitt galt es Kräfte zu sparen. Die Schweizer kontrollierten das Spiel, Tore erzielten aber nur noch die Esten – zwei davon im Schweizer Tor, eines im eigenen Kasten. So hiess der Endstand schliesslich 7:3 für die Rot-Weissen.

„Konnten unser Spiel aufziehen“

„Es war keine klare Angelegenheit, Estland ist nicht niemand“, sagt Manuel Maurer, der Torschütze zum 5:0. „Doch wir waren von Anfang an bereit und konnten unser Spiel aufziehen. Dann sind wir einfach besser.“

Bereits morgen Montag (16 Uhr) steht mit Tschechien ein Prüfstein auf dem Programm. Das Team von Cheftrainer Radim Cepek vermochte bei seinem ersten Auftritt gegen Norwegen (7:6) nicht zu überzeugen. „Von den Tschechen ist eine Reaktion zu erwarten, aber was von ihnen kommt, kann uns egal sein“, sagt Maurer. „Wir konzentrieren uns auf uns und mit unserem Spiel kommen wir zum Erfolg.“


Schweiz – Estland 7:3 (3:0, 3:1, 1:2)

Göteborg, Scandinavium. 1538 Zuschauer. SR Fordell/Vuola (FIN).

Tore: 2. (1:07) C. Hofbauer (Antener) 1:0. 2. (1:30) Zürcher (Mendelin) 2:0. 18. Stucki (Engel) 3:0. 33. (32:00) Scalvinoni (M. Hofbauer) 4:0. 33. (32:29) Maurer (Antener) 5:0. 35. Schmocker (Mendelin) 6:0. 38. Tamme (Thomson, Ausschluss Scalvinoni und Zürcher) 6:1. 53. Tamme (Kallion) 6:2. 54. Eigentor Estland 7:2. 60. Kallion (Pass) 7:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 1mal 2 Minuten gegen Estland.

Schweiz: Hitz; Kuchen, Gerber; Bolliger, Stucki; Schmocker, Meier; Scalvinoni, M. Hofbauer, Fankhauser; Antener, C. Hofbauer, Engel; Mendelin, Zürcher, Zimmermann; Maurer, Friolet, Graf.

Estland: Saastamoinen; Strömfelt, Salm; Tamme, Pass; Komi, Kurmiste; Wöiduma, Thomsson, Markus; Tasa, Kallion, Veersalu; Kase, Koiv, Maalt; Kasenurm, Matsukevits, Savi.

Bemerkungen: 38. Time-out Estland


Video-Interview mit Manuel Maurer


Die Bilder zum Spiel


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